Liberating Gelsenkirchen

Der lange Weg zum 10. April 1945

Kaiserreich

Unsere Zeitreise durch das Gelsenkirchen im Kaiserreich beginnt mit dem Inkrafttreten der ersten gesamtstaatlichen Verfassung im Jahre 1871 und steht ganz im Zeichen des alltäglichen Lebens im der Epoche der Industrialisierung: Kohle schafft Arbeit, Arbeit bringt Geld und mit Geld lässt sich kaufen, was wir heute als Exponate bezeichnen - Stille Zeugen der Geschichte.

Alltag

Karte von Gelsenkirchen & Buer

Dieser Stadtplan von Gelsenkirchen und Buer entstand zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Wir haben die Auflösung extra etwas größer gehalten um die Straßennamen erkennen zu können.


Die erste "Mark"

Eingeführt im Jahr 1871, war die Mark die erste einheitliche Währung und ab 1873 das allein gültige Zahlungsmittel im noch jungen Kaiserreich. Die heute gebräuchliche Bezeichnung "Reichsmark" ist übrigens falsch und wurde erst nach der Wirtschaftskrise ab 1924 verwendet.


Begleitheftchen zur Vermählungsfeier

von Fräulein Elisabeth Nolle und Wilhelm Arens, die am 9. September 1913 die Ehe in Sutum (heute Beckhausen) schlossen. Heute kaum vorstellbar: Die enthaltenen Lieder wurden damals zu patriotischen, bekannten Meldodien gesungen, etwa auch in der Meldodie des damals noch mit "Deutschland, Deutschland über alles" beginnenden Deutschland-Liedes.

Industrie und Kohle - Die Stadt der tausend Feuer

Arbeitsbücher für Bergleute

Diese beiden Arbeitsbücher aus der Zeit der Jahrhundertwende gehörten sehr jungen Arbeitern, die bereits mit 14 und 15 Jahren angefangen haben zu Arbeiten.

In jungen Jahren die Arbeit aufzunehmen war in jener Zeit etwas völlig normales, so enthielten die Arbeitsbücher extra eine Zeile für die Unterschrift des Erziehungsberechtigten.

Zusätzlich wurde bei sehr jungen Arbeitsanfängern eine medizinische Untersuchung für die körperliche Eignung dokumentiert. Zudem sind zwei Untersuchungsbögen auf Wurmbefall erhalten.


Auszug aus der Bergpolizeiverordnung für die Steinkohlenbergwerke

Diese Verordnung stellte die gesetzliche Grundlage für die Pflichten des Arbeiters unter Tage dar. Mit Einführung dieser Verordnung im Jahr 1911 wurden die Arbeitsbücher der Bergleute um die Verpflichtende Unterschrift über den Erhalt dieses Buches erweitert.

Gelsenkirchener im Kaiserreich

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